DAX-Aussichten gehen zurück

AMB_201405_06_KapitalmärkteDie Erwartungen zum DAX trüben sich analog zu den niedrigeren Konjunkturerwartungen ein. Auf Jahressicht wird dem DAX nur noch eine Steigerung um 4,1% zugetraut nach +6,6% und +4,9% in den Vormonaten. Damit ist der prognostizierte DAX-Stand mit 9.946 Punkten wieder unter der 10.000-Punkte-Marke. Auch beim Gold wird mit einer weniger dynamischen Entwicklung gerechnet. Das Plus liegt mit 1,4% nur noch halb so hoch wie in den drei Vormonaten. Mit 1.317 USD liegt der erwartete Gold-Preis nur rund 20 Dollar über dem heutigen Wert von 1.298,50 USD. Beim Euro-Dollar-Wechselkurs sehen die Vermögensverwalter eine Trendwende. Hatte das AssetManagerBarometer in den vergangenen drei Monaten noch eine Abwertung des Euro von im Schnitt 1% angezeigt, schlägt das Pendel nun um: Die Vermögensverwalter erwarten eine Aufwertung des Euro um 1% gegenüber dem Dollar.

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Konjunkturerwartungen trüben sich ein

Das AssetManagerBarometer verzeichnet einen deutlichen Rückgang im Mai. Mit 61,6 Punkten sinkt der Stand um 4,2  Punkte im Vergleich zum Vormonat (65,8). Die Erwartungen gehen sogar um 13% oder 9,5 Punkte auf 62,7 Punkte zurück, nachdem sie im April noch bei 72,2 PUnkten lagen. Der aktuelle Stand und die Erwartungen auf Sicht von zwölf Monaten liegen damit erstmals seit Dezember wieder auf nahezu gleichem Niveau. Der negative Trend, der seit Januar besteht, setzt sich damit im Mai verstärkt fort.

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AMB 04/2014: “Deflation kein Thema für Anlageprofis”

Die führenden deutschen Vermögensverwalter rechnen in den kommenden zwei Jahren mit einer sowohl in Deutschland als auch in der Eurozone niedrigen Inflationsrate von durchschnittlich 1,25 Prozent. Eine zunehmende Deflationsgefahr, wie zuletzt von der Europäischen Zentralbank (EZB) und Ökonomen befürchtet, sehen die Anlageprofis jedoch nicht. Das geht aus dem Asset Manager Barometer (AMB) hervor, das BÖRSE ONLINE zusammen mit der Berliner Kommunikationsagentur FinComm erstellt.

von Wolfgang Ehrensberger, BÖRSE-ONLINE (Link)

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Vermögensverwalter kalkulieren mit Inflationsrate unter 2%

Die Mehrheit der Vermögensverwalter legt ihren eigenen Berechnungen eine Inflationsrate zwischen 1% und 2% zugrunde (62%). Damit weicht die kalkulatorische Inflationsrate für mittel- bis langfristige Investitionen über fünf Jahre nicht von der für die kommenden zwei Jahre erwarteten Inflationsrate ab.

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Keine Deflationsgefahr in Deutschland und Europa

Die Inflationserwartungen unterscheiden sich deutlich zwischen der Eurozone insgesamt und Deutschland. Zwar erwartet jeweils eine relative Mehrheit von 46% (Eurozone) und 42% (Deutschland) eine Inflationsrate von 1-2%, wie sie auch die EZB anstrebt. Für die Eurozone erwarten aber 42% der Befragten, dass die Inflationsrate in den kommenden zwei Jahren unter 1% liegen wird. Nur 13% sehen sie über 2%. Für Deutschland erwarten hingegen 21% der Vermögensverwalter eine Inflationsrate oberhalb von 2%, hingegen erwarten nur 38% eine Inflationsrate von unter 1%. Der Durchschnitt der Ewartungen liegt sowohl für Deutschland als auch die Eurozone insgesamt bei 1,25%.

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EuroStoxx führt die Rangliste weiter an

Europäischen Aktien steht das Comeback bevor. Knapp jeder zweite Befragte (50%) traut dem EuroStoxx50 die beste Performance im AMB-Indexvergleich zu. Im Vormonat waren es nur 31%. Damit liegt der EuroStoxx weiterhin unangeforchten mit 205 Punkten an der Spitze – mit fast doppelt so vielen Punkten wie der Zweitplatzierte DAX30 (107). Der Nikkei rutscht auf den dritten Platz ab (91) und behauptet sich nur knapp gegenüber dem MDax mit 88 Punkten, der den besten Wert aller Zweitplatzierten (33% Zustimmung) erhält. Der TecDax erholt sich auf 53 Punkte vor Schlusslicht Hang Seng (14).

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Gute Aussichten für den DAX

Die Erwartungen an die Aktienmärkte steigen. Im April erhöht sich die 12-Monats-Prognose für den DAX auf +7,25% – über zwei Prozentpunkte mehr als noch im März. Damit erwarten die Vermögensverwalter einen DAX-Stand oberhalb von 10.300 Punkten im kommenden Frühjahr. Die Gold-Hausse geht ebenfalls weiter. Mit einem erwarteten Anstieg um 3,1% auf Sicht von zwölf Monaten kann Gold einen Teil der Verluste der vergangenen Jahre aus Sicht der Asset Manager wieder aufholen. Die Prognose für den Dollar dreht hingegen wieder deutlich ins Minus: Die Ankündigung der EZB, ebenfalls Anleihekäufe im Privatsektor als Notfallmaßnahme nicht auszuschließen, lässt die Aufwertungserwartung des Dollar auf 1,7% oder 1,35 USD steigen.

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Konjunkturerwartungen bleiben stabil

Das AssetManagerBarometer kann im April seinen Vormonatsstand halten. Mit einem Plus von 1,4% liegt es nun bei 65,2 Punkten nach 64,3 im März. Damit ist die zwei Monate währende Eintrübung zunächst beendet. Der Abstand zwischen aktueller Lage und Erwartungen hingegen verringert sich weiterhin und liegt nun nur noch bei 6 Punkten. Z um Jahreswechsel betrug der Abstand noch über 9 Punkte. Die AMB-Prognose steigt nämlich etwas schwächer um +0,5% um vier Zehntelprozentpunkte auf 71,2 Punkte. Der Wert liegt aber weiterhin deutlich oberhalb der 50-Punkte-Marke,  die konjunkturelle Stagnation signalisiert.

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AMB 03/2014: “Glänzende Aussichten – Gold weiter im Trend”

Die führenden Vermögensverwalter in Deutschland trauen Gold sowohl kurz- als auch langfristig ein Revivalzu. Dies geht aus dem Asset Manager Barometer für März hervor, das BÖRSE ONLINE gemeinsammit der Berliner Kommunikationsagentur FinComm erstellt.

Mehr als die Hälfte der Befragten gehen davon aus, dass der Goldpreis weiter deutlich steigt. Trotz des jüngsten Preisanstiegs beziffern sie den erwarteten Zugewinn des Edelmetalls auf Sicht von zwölf Monaten im Schnitt mit 3,8 Prozent. Der Preis je Feinunze dürfte demnach von derzeit 1323,90 US-Dollar auf 1374,52 Dollar steigen. Dies geht aus dem Asset Manager Barometer für März hervor, das BÖRSE ONLINE gemeinsam mit der Berliner Kommunikationsagentur FinComm erstellt. “Ich bin davon überzeugt, dass der Goldpreis wieder steigen wird”, sagte Frank Haser von Haser Vermögensverwaltung. “Im vergangenen Jahr wurde nur das sogenannte Spekulationsgold verkauft. Das sorgte für den Preisverfall. Die Leute, die Gold als ultimative Währung sehen, greifen nun zu.” Anfang 2013 hatte der Goldpreis noch bei rund 1700 Dollar je Feinunze gelegen, binnen eines Jahres war er auf 1200 Dollar gefallen. Seit Beginn dieses Jahres verteuerte er sich wieder auf aktuell 1325 Dollar.

 

Gold weiter Krisenwährung

Trotz des Einbruchs um rund 30 Prozent zwischen den Höchstständen 2011 und dem heutigen Stand gehen 54 Prozent der Befragten davon aus, dass Gold mittelfristig auf dem Weg zurück zu den Werten von 2011/12 ist. Nur 38 Prozent trauen Gold dieses Potenzial nicht zu. “Die damaligen Höchststände hatten Blasencharakter beziehungsweise waren auf Sondereffekte zurückzuführen”, sagte beispielsweise Heinz-Georg von Palm von Union Investment. Dennoch sehen die Vermögensverwalter weiterhin einen Aufwärtstrend beim Gold. “Die Staatsschulden steigen stetig weiter, daher wird die Geldpolitik expansiv bleiben müssen. Gold sollte hiervon profitieren können”, meinte etwa Marco Herrmann von Fiduka.

Bitcoin gescheitert

Die Insolvenz der Bitcoin-Tauschbörse Mt.Gox hat für die Vermögensverwalter Signalcharakter: Die Mehrzahl unter ihnen sieht für digitale Währungen keine Zukunft. Durch die Pleite sei das Vertrauen erschüttert, und es werde lange dauern, bis sich Investoren wieder an das Thema heranwagten. “Ohne völlige Transparenz und staatliche Aufsicht wird sich eine Kunstwährung nie etablieren”, sagte Alexander Daniels von Knapp Voith Vermögensverwaltung. sf

Bildquelle: Finanzen Verlag GmbH

Abgesang auf Bitcoin und digitale Währungen

AMB_201403_Expertenfrage_1 Die Insolvenz der Bitcoin-Tauschbörse Mt. Gox hat die Anfälligkeit dezentral organisierter Internetwährungen aufgezeigt. Die Insolvenz von Mt. Gox sehen die Vermögensverwalter als Fanal für die Zunft digitaler Währungen. Rund dreimal so viele Befragte (56:18) geben den Internetwährungen keine Zukunftsperspektive. Digitale Währungen waren angetreten, ein stabiler und weltweit einsetzbarer Währungsersatz ohne staatliche Einflussnahme zu sein – ähnlich wie Gold. Allerdings ist die Unsicherheit bei dieser Frage groß. Zwar wird digitalen Währungen ein großes Potential eingeräumt, allerdings benötige dieses Vertrauen. Das ist durch die jüngste Pleite allerdings erschüttert worden. Auch eine staatliche Aufsicht und Regulierung könne für dieses Vertrauen sorgen, sagen die Kommentatoren.