AMB 03/2014: “Glänzende Aussichten – Gold weiter im Trend”

Die führenden Vermögensverwalter in Deutschland trauen Gold sowohl kurz- als auch langfristig ein Revivalzu. Dies geht aus dem Asset Manager Barometer für März hervor, das BÖRSE ONLINE gemeinsammit der Berliner Kommunikationsagentur FinComm erstellt.

Mehr als die Hälfte der Befragten gehen davon aus, dass der Goldpreis weiter deutlich steigt. Trotz des jüngsten Preisanstiegs beziffern sie den erwarteten Zugewinn des Edelmetalls auf Sicht von zwölf Monaten im Schnitt mit 3,8 Prozent. Der Preis je Feinunze dürfte demnach von derzeit 1323,90 US-Dollar auf 1374,52 Dollar steigen. Dies geht aus dem Asset Manager Barometer für März hervor, das BÖRSE ONLINE gemeinsam mit der Berliner Kommunikationsagentur FinComm erstellt. “Ich bin davon überzeugt, dass der Goldpreis wieder steigen wird”, sagte Frank Haser von Haser Vermögensverwaltung. “Im vergangenen Jahr wurde nur das sogenannte Spekulationsgold verkauft. Das sorgte für den Preisverfall. Die Leute, die Gold als ultimative Währung sehen, greifen nun zu.” Anfang 2013 hatte der Goldpreis noch bei rund 1700 Dollar je Feinunze gelegen, binnen eines Jahres war er auf 1200 Dollar gefallen. Seit Beginn dieses Jahres verteuerte er sich wieder auf aktuell 1325 Dollar.

 

Gold weiter Krisenwährung

Trotz des Einbruchs um rund 30 Prozent zwischen den Höchstständen 2011 und dem heutigen Stand gehen 54 Prozent der Befragten davon aus, dass Gold mittelfristig auf dem Weg zurück zu den Werten von 2011/12 ist. Nur 38 Prozent trauen Gold dieses Potenzial nicht zu. “Die damaligen Höchststände hatten Blasencharakter beziehungsweise waren auf Sondereffekte zurückzuführen”, sagte beispielsweise Heinz-Georg von Palm von Union Investment. Dennoch sehen die Vermögensverwalter weiterhin einen Aufwärtstrend beim Gold. “Die Staatsschulden steigen stetig weiter, daher wird die Geldpolitik expansiv bleiben müssen. Gold sollte hiervon profitieren können”, meinte etwa Marco Herrmann von Fiduka.

Bitcoin gescheitert

Die Insolvenz der Bitcoin-Tauschbörse Mt.Gox hat für die Vermögensverwalter Signalcharakter: Die Mehrzahl unter ihnen sieht für digitale Währungen keine Zukunft. Durch die Pleite sei das Vertrauen erschüttert, und es werde lange dauern, bis sich Investoren wieder an das Thema heranwagten. “Ohne völlige Transparenz und staatliche Aufsicht wird sich eine Kunstwährung nie etablieren”, sagte Alexander Daniels von Knapp Voith Vermögensverwaltung. sf

Bildquelle: Finanzen Verlag GmbH

Vermögensverwalter erwarten Gold-Revival

AMB_201403_Expertenfrage_2Die Asset Manager trauen Gold als Anlagetitel ein Revival zu. Der Goldpreis lag Anfang 2013 noch bei rund 1.700 USD je Feinunze und fiel binnen eines Jahres auf 1.200 USD. Seit Jahresbeginn hat Gold sich auf aktuell 1.325 USD verteuert. 54% der Befragten gehen trotz des Einbruchs um rund 30% zwischen den Höchstständen 2011 und dem heutigen Stand davon aus, dass Gold mittelfristig auf dem Weg zurück zu den Werten von 2011/12 ist. Nur 38% trauen Gold dieses Potential nicht zu.

Eintrübung der Konjunkturerwartung

AMB_201403_01_BarometerDas AssetManagerBarometer trübt sich auch den dritten Monate in Folge leicht ein. Nach 67,3 Punkten im Februar sinkt der Stand zur Einschätzung der aktuellen Lage um 4,4% auf nur noch 64,3 Punkte. Noch stärker sinkt die Prognose für die kommenden zwölf Monate, die um 6,5% auf nur noch 70,8 Punkte zurückgehrt – nach 75,7 Punkten im Vormonat. Allerdings liegt die Prognose damit immer noch deutlich über dem aktuellen Stand, so dass eine freundliche Entwicklung auf Jahressicht erwartet werden kann. Der AMB-Stand ist damit auf das Niveau des 4. Quartals 2013 zurückgefallen, nachdem er zum Jahresbeginn deutlich gestiegen war.

AMB_201403_02_Stand  AMB_201403_03_Prognose

DAX 10.000 in 2015?

Die leicht gedämpften Konjunkturerwartungen gehen mit einer etwas niedrigeren Einschätzung zum Potential des DAX einher. Die erwartete relative Veränderung zum Stand von 9.692 Punkten Anfang März ist auf 4,9% auf Jahressicht gesunken; nach 6,1% im Vormonat. Dennoch bedeutet dieser Anstieg erstmals beim AMB einen prognostizierten DAX-Wert von über 10.000 Punkten (genau: 10.163). Beim Gold steigt der erwartete Zugewinn trotz der jüngsten Verteuerung auf 3,8% auf Sicht von zwölf Monaten. Beim Dollar halten sich die Aufwertungserwartung des Euro aufgrund des hohen deutschen Exportüberschusses und der durch das Tapering der US-Fed erwarteten USD-Aufwertung die Waage. Die Prognose liegt bei plus minus 0%.

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Hohe Erwartungen an europäische Blue Chips

Die Erwartungen bei den Aktienindizes verfestigen sich. Auch den dritten Monat in Folge liegt der EuroStoxx mit 157 (Februar: 144) Punkten unangefochten an der Spitze. Den zweiten Platz erobert diesmal der Nikkei mit 100 Punkten (Vormonat 113) knapp vor dem deutschen Leitindex DAX mit 95 Punkten, der sich um 21 Punkte verschlechtert, der damit den MDax, Hang Seng, S&P 500 und den Bovespa auf die Plätze verweist. Am wenigsten Potential wird dem TecDax zugetraut, der nur 11 Punkte erhält und damit einen neuen Negativrekord aller Indizes aufstellt.

AMB 02/2014: Aktienindizes
Aktienranking 02/2014
AMB_201403_07_Aktienranking
Aktienranking 03/2014

 

Aktienindizes 03/2014 Vormonat
DAX 30 102 116
MDax 96 103
TecDax 12 33
EuroStoxx 162 144
S&P 500 81 83
Nikkei 225 105 113
Hang Seng 86 53
Bovespa 77 31